Die Geschichte und die Nutzung des Objektes

Vergangenheit

Am 01.05.1987 wurde die Untersuchungshaftanstalt eröffnet und mit Auflösung des MfS am 30.06.1990 geschlossen.


Gegenwart

Von 1994 bis 2018 wurde dieses Objekt als Justizvollzugsanstalt betrieben. Gegenwärtig steht es leer und seine Zukunft ist ungewiss.

Zukunft

Der Verein möchte an diesem authentischen Ort einen Lern- und Gedenkort errichten und betreiben. 

Zum Verein in Kürze

Der Verein wurde am 02.11.2022 auf Initiative
des Zeitzeugen Thoralf Maaß gegründet.
Der Vereinszweck beinhaltet neben dem Erhalt der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit Neubrandenburg die Schaffung eines Lern- und Gedenkortes an diesem authentischen Ort. Im Vordergrund stehen partizipative Methoden politischer Bildungsarbeit und Demokratiepädagogik sowie die Förderung von Kunst- und Kulturinitiativen.


Das Vereinslogo wurde von der Künstlerin Anna F. Pöschel entwickelt (2023). 

Weitere Informationen zum Verein

Der Gedenkort Lindenberg e.V.

trägt den vollen Namen: „Gedenkort Neubrandenburger Lindenberg - Stasi - Untersuchungshaftanstalt e.V.“ 

 

Vorstand 

Vorsitzender: Thoralf Maaß 

Stellv. Vorsitzender: Prof. Dr. Kai Brauer

 

Beirat

Dr. Christian Halbrock, Dr. Katrin Passens,  

Prof. Dr. Júlia Wéber

Der Verein: 

(1)    bringt Menschen zusammen, die sich für das Erinnern an SED-Unrecht in der ehemaligen Bezirkshauptstadt Neubrandenburg einsetzen wollen,

(2)    informiert zur Geschichte und Architektur der modernsten und letzten in Dienst gestellten Untersuchungshaftanstalt der DDR, die als Modell der Stasi-Zukunft galt,

(3)    organisiert in Zusammenarbeit mit den zuständigen Verwaltungen und anderen Institutionen „Fachkundigenbegehungen“ durch das Gebäude - mit Zeitzeug:innen und einschlägigen Historiker:innen,

(4)    sammelt und archiviert Fotos, Filme, Gegenstände und Daten in Bezug zum Gebäude, seiner Planung und Entstehung sowie von Zeitzeuginnen mit Bezug zu den Haftbedingungen und der Verhörpraxis der Stasi, 

(5)    beteiligt sich - zuweilen federführend - an der Organisation der Foren Staatssicherheit und Repression auf dem Neubrandenburger Lindenberg, die seit 2021 im November stattfinden,

(6)    vernetzt sich in den relevanten Organisationen des Landes, des Bundes und Europa 

(7)    baut Angebote der Biographiearbeit für Verfolgte und Drangsalierte der Organen der SED des Bezirks Neubrandenburg auf (auch für deren Kinder und Enkel),

(8)    Sucht weitere Zeitzeug:innen 

(9)  ist Mitglied der UOKG (Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V.) www.uokg.de,

(10) ist im MV-Landesnetzwerk „Memoriale“ (Politische Memoriale e. V. Mecklenburg-Vorpommern) aktiv, www.polmem-mv.de,

(11)  pflegt Kontakt zur GREM (Groupe de recherche “Enfermement(s) et Médiation(s)", Frankreich,
(12) unterstützt die europäische Initiative „Patrimonialization of prisons and scientific mediation in Europe“ 

(13) beteiligt sich am Mitbestimmungsverfahren zur Nutzung des Gebäudes/Geländes der UHA in der Stadt Neubrandenburg und unterstützt eine Weiterführung des Diskussionsprozesses über das Moratorium hinaus, 

(14)  unterstützt Studierende und Lehrende der Hochschule Neubrandenburg und bietet dafür Möglichkeiten sozialräumlicher Analysen und angewandter Demokratiepädagogik, 

(15)  begleitet Drittmittelforschungen zum Neubrandenburger Stasi-Komplex und führt in Kooperation mit der Hochschule Digitalisierungsprojekte durch, 

(16) unterstützt Oral-History-Projekte der Hochschulen des Landes und unterstützt Biographieforschungen mit Zeitzeug:innen.