Die einzige DDR-UHA in Plattenbauweise
Bild oben links: Das Objekt als Justizvollzugsanstalt (Luftbild: Nielsen-Design, 2012). Zu dieser Zeit wurde die als Stasi-UHA gebaute Anstalt als JVA genutzt. Gut zu erkennen: der lange Zellentrakt, das an dessen Stirnseite angeordnete Vernehmungsgebäude und der Flachbau mit Küche und Werkstätten.
Bild oben rechts: Die sogenannte Freigangstorte im Jahr 1990. Nach der Schließung der UHA wurden diese von oben bewachten Zellen abgebaut. Foto: Andreas Wolff, o.D.
Weitere Informationen
Der Historiker Dr. Christian Halbrock legte erstmalig 2021 in seiner Studie "Die Untersuchungshaftanstalt der DDR-Staatssicherheit in Neustrelitz 1953-1987" über die Vorgängerinstitution UHA in der Neustrelitzer Töpferstraße öffentlich einsehbare Informationen über die UHA in Neubrandenburg vor. Die Studie erschien bei der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg Vorpommern
in Schwerin. Link: https://www.lpb-mv.de/nc/publikationen/detail/die-untersuchungshaftanstalt-der-ddr-staatssicherheit-in-neustrelitz-1953-1987/
Unser Verein unterstützt die Forderung der SED-Opferbeauftragten Evelyn Zupke, die 2024 in diesem Artikel erneut die unzureichende staatliche Unterstützung der durch die SED geschädigten Betroffenen anprangerte.
Dieser Artikel von Verena Schmitt-Roschmann erschien
im Nordkurier am 11.06.2024.
Evelyn Zupke ist seit 17. Juni 2021 SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag.
Abbildung oben: DDR-Transporter „Barkas“ mit Kofferaufsatz, der zu einem Gefangenentransportwagen (GTW) mit fünf Zellen im Innern umgebaut wurde.
Die Umbauten von zivilen Fahrzeugen zu denen den „GTW“ Stasi waren natürlich (wie alles) geheim. Sie fanden bis 1989 in Berlin im „Lager X“ statt, aber eben auch in Neubrandenburg. Die GTWs hatten keine Fenster. Wer in eine Stasi-UHA kam, sollte nicht wissen wo diese ist und wie sie von außen aussieht. Die GTW fuhren daher auch direkt in das Gebäude. Die typische Ankunftsgarage für die GTW ist auf dem Lindenberg erhalten.
(Foto: Dr. J. Wéber, Bautzen 2023, Bild wegen Spiegelungen partiell retuschiert (s. schwarzes Rechteck)).